Konsekutivdolmetschen wird aufgrund des hohen Zeitbedarfs heute nur noch selten bei Konferenzen eingesetzt. Häufiger ist es bei feierlichen Anlässen (z. B. Tischreden), bei protokollarisch hochrangigen Ereignissen oder bei kulturellen Veranstaltungen wie Autorenlesungen oder Filmpremieren. Ansonsten eignet es sich für Gespräche oder Verhandlungen im kleinen Kreis.
Die Verdolmetschung erfolgt zeitversetzt, das heißt der Dolmetscher macht sich, wenn nötig, während des Vortrags Aufzeichnungen und produziert anschließend den zielsprachlichen Text. Die zielsprachliche Fassung sollte beim Konsekutivdolmetschen gestrafft und besonders gut strukturiert sein, um die Zuhörer zu entlasten, da diese Dolmetschart die Vortragszeit wesentlich verlängert. Die einzelnen Textpassagen können unterschiedlich lang sein, umfassen jedoch gemeinhin einen längeren, inhaltlich zusammenhängenden Abschnitt.